Die Bedeutung von Infektionskrankheiten, die unserer Region zum Teil nicht vorkommen, haben durch die Importe von Hunden und Katzen aus Mittelmeerländern und die Mitnahme eigener Tiere in diese Region rasant zugenommen.
Die Diagnostik von Leishmaniose, Babesiose, Dirofilariose, Anaplasmose, Ehrlichiose, Borreliose zu einem frühen Zeitpunkt, ist entscheidend für die Möglichkeiten einer erfolgreichen Therapie.
Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Hyper- und Hypothyreose (Schilddrüsenfunktionsstörungen), Morbus Cushing und Morbus Addison (Nebennierenfunktionsstörungen) treten bei Hunden und Katzen relativ häufig auf und führen zu schweren Krankheitssymptomen.
Nach einer gründlichen Diagnostik ist es meistens möglich diese Erkrankungen erfolgreich zu therapieren.
Die eingehende Aufklärung und die Mitarbeit des Tierbesitzers ist hierfür außerordentlich wichtig.
Treten Tumorerkrankungen beim Tier auf, muss entschieden werden, ob eine chirurgische Entfernung möglich ist. Dazu wird ein Staging vorgenommen, d.h. man bestimmt die Art des Tumors und dessen Ausbreitung. Erst danach kann ein chirurgisches Vorgehen geplant werden.
Bei Lymphomen und Leukämie (bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems) wird durch Blutuntersuchungen, Lymphknoten- und Knochemarkpunktionen die Therapierbarkeit der Erkrankung abgeklärt.
Eine Chemotherapie ist bei einigen dieser Erkrankungen möglich.